SPD Main-Kinzig
SPD-Kreistagsfraktion

Bildung für alle

In der Bildungspolitik liegt der Schlüssel für die Zukunft Deutschlands und unseres Kreises. Bildung ist die wichtigste Voraussetzung für die Entwicklung der Persönlichkeit und für den beruflichen Erfolg junger Menschen. Wir setzen uns mit aller Entschiedenheit für den Erhalt aller Grundschulen im Main-Kinzig-Kreis ein und wollen die Schulen dazu ermutigen, die ersten beiden Schuljahre zu einer flexiblen Eingangsstufe zusammenzufassen. Diese sollen die Kinder – je nach Entwicklungsstand und Leistungsfähigkeit – in einem, zwei oder drei Jahr(en) absolvieren können. Somit kann gerade in den Grundschulen in ländlichen Gebieten unseres Kreises, deren Erhalt durch die zurückgehenden Schülerzahlen gefährdet ist, durch stärkere Altersdurchmischung pädagogisch sinnvolleres Lernen mit einer Stärkung der einzelnen Schulstandorte verbunden werden. Auch wollen wir die Kindertagesstätten dabei unterstützen, den hessischen Bildungs- und Erziehungsplan gemeinsam mit den Grundschulen in unserem Kreis umzusetzen, um so die frühkindliche Förderung zu verstärken.

Um dem generell steigenden Bedarf an Erzieherinnen und Erziehern gerecht zu werden, setzen wir uns unter anderem für den Ausbau von Ausbildungskapazitäten an der Eugen-Kaiser-Schule in Hanau ein.

Um das Bildungsangebot an unseren Schulen weiter zu verbessern, wollen wir die Einführung eines umfassenden, ganztägigen Unterrichtskonzepts für Schülerinnen und Schüler aller Schulformen im Main-Kinzig-Kreis vorantreiben. Dieses soll über die einfache Betreuung hinausgehen und einem umfassenden pädagogischen Konzept folgen. Um die baulichen Voraussetzungen zu schaffen und die Bedingungen an unseren Schulen weiter zu verbessern, setzen wir den begonnenen Weg fort und wollen die Schulen mit Gemeinschaftsräumen und Mensen ausstatten sowie Turnhallen sanieren. Dabei wollen wir die UN-Behindertenrechtskonvention auch in unserem Kreis umsetzen. Allen Schülerinnen und Schülern muss ermöglicht werden, unabhängig von sozialer Herkunft, Sprache oder Behinderung eine gemeinsame Schule in Wohnortnähe zu besuchen und einen Abschluss zu erlangen. Deshalb wollen wir in Zukunft den Umbau zu barrierefreien Schulen vorantreiben. Außerdem wollen wir erreichen, dass die Schulträger in Zukunft eine stärker individualisierte Förderung aller Schülerinnen und Schüler in allen Schulformen in den Schulentwicklungsplänen verankert.

Eines unserer zentralen Anliegen ist der Erhalt und Ausbau der Schulsozialarbeit. Diese soll zur Gewalt- und Suchtprävention beitragen, soziales Lernen fördern und ein Netzwerk mit der kommunalen Jugendarbeit vor Ort bilden. Auch hilft Schulsozialarbeit den Jugendlichen beim Übergang von der Schule in den Beruf. Bisher ist es uns gelungen, in insgesamt 28 Kommunen flächendeckende Schulsozialarbeit für Haupt-, Real- und Gesamtschulen sowie für berufliche Schulen einzuführen. Unser Ziel ist es, die Schulsozialarbeit über 2013 hinaus weiter zu erhalten und im Rahmen von möglichen Pilotprojekten auf andere Schulformen auszuweiten. Weiterhin fordern wir eine Drittelfinanzierung der Schulsozialarbeit durch das Land Hessen und werden auch weiterhin die Landesregierung an ihre Verantwortung für unsere Schulen erinnern.

Berufliche Bildung

Kein Schüler soll in Zukunft ohne Ausbildung bleiben, da die Chancen für Menschen ohne Ausbildung auf dem Arbeitsmarkt immer geringer werden und Handwerk, Handel, Dienstleistungsunternehmen, Industrie und öffentliche Verwaltungen auf qualifizierte Arbeitskräfte angewiesen sind. Schulabgängerinnen und Schulabgänger – ganz gleich, mit welchem Abschluss – müssen durch Engagement von Politik und Wirtschaft die Möglichkeit zur Ausbildung erhalten. Wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten unterstützen ausdrücklich die Bemühungen des Main-Kinzig-Kreises, auch in Zukunft Ausbildungsplätze in der Verwaltung, in Eigenbetrieben und Gesellschaften des Kreises sowie in den Sparkassen anzubieten. Darüber hinaus setzen wir uns für eine zukunftsorientierte Weiterentwicklung des Berufsschulwesens, der Berufsfachschulen, der Fachoberschulen und der beruflichen Gymnasien im Main-Kinzig-Kreis ein, damit die berufliche Bildung in unserem Kreis an die neuen Gegebenheiten des Arbeitsmarktes angepasst wird. Hier wollen wir im Rahmen eines abgestimmten Konzeptes die Bildung von Kompetenzzentren an den einzelnen Berufsschulstandorten vorantreiben.

Lebenslanges Lernen

Zeitgemäße Erwachsenenbildung ist unersetzlich in unserer technisierten Gesellschaft. Ganze Berufsbereiche verlieren an Bedeutung, neue kommen hinzu. Menschen ohne Ausbildung und aktuelles Wissen werden immer geringere Chancen auf den Arbeitsmärkten der Zukunft haben. Die SPD Main-Kinzig setzt sich deshalb für gezielte Förderprogramme für Erwachsene ein, mit Hilfe der zur Bildungspartner Main-Kinzig GmbH (BiP) fusionierten Volkshochschule (VHS) und der Akademie für Gesundheit (AfG) ebenso wie durch die Förderung der technischen Ausstattungen der Berufsschulen des Main-Kinzig-Kreises. Auch sprachliche Kompetenzen von Arbeitnehmern werden – gerade im europäischen Wirtschaftsraum – immer wichtiger und müssen durch Sprachkurse in der Erwachsenenbildung verstärkt gefördert werden. Wir wollen erreichen, dass es hier in Zukunft ein flächendeckendes Angebot im Main-Kinzig-Kreis gibt.

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