Unsere Energie, unser Antrieb. Naturräume bewahren und Bürger mitnehmen.

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Die Sozialdemokratie im Main-Kinzig-Kreis bekennt sich zur Energiewende. Wir sind für den Umstieg von fossilen Brennstoffen auf erneuerbare Energien, für eine dezentrale Energieversorgung und einen Energiemix. Wir haben die Entwicklung hin zu grüner Energie in unserem Kreis unterstützt, so dass heute bereits rein rechnerisch mehr als der komplette private Stromverbrauch unserer 405.000 Bürgerinnen und Bürger durch Quellen aus erneuerbarer Energie gedeckt werden kann. Grüne Energie deckt sogar rund ein Viertel des Gesamtstrombedarfs von Privathaushalten und Gewerbe im Main-Kinzig-Kreis. Diese Quote wollen wir bis 2020 auf 50 Prozent erhöhen. Größere Bedeutung wollen wir Pilotprojekten zur lokalen Energiespeicherung in den Häusern beimessen. Dazu wollen wir eine gemeinsam durch die hiesigen Energiedienstleister getragene Förderung von Batterietechnik in Privathaushalten erreichen. Mit der Errichtung eines Solarparks auf der ehemaligen Mülldeponie „Auf der Stein“ bei Neuberg entstand hessenweit eine der größten Anlagen dieser Art in unserem Landkreis. Auf der rund 7,2 Hektar großen Deponie wurden fast 10.000 Module mit einer Gesamtleistung von rund 2,5 Millionen Kilowattstunden errichtet. Bereits im Sommer 2015 ging die Photovoltaikanlage ans Netz. Sie reicht aus um rund 600 Haushalte mit grünem Strom zu versorgen und somit rund 1.700t CO2 pro Jahr im Vergleich zu einem konventionellen Kraftwerk einzusparen.

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Die Diskussion um den Ausbau erneuerbarer Energien sowie eines Überlandstromnetzes lässt sich nie gegen die Bürgerinnen und Bürger führen, sondern immer nur mit ihnen. Wir fordern die Landesregierung und die Bundesnetzagentur auf, den Dialog mit den Menschen zu führen, sie aktiv einzubinden in Erkundungs- und Bewertungsverfahren. Wir brauchen auch einen offeneren Austausch zwischen den Rathäusern, Windkraftbetreibern und Bürgern. Der Bürgerwille sollte in diesem Prozess ausgelotet und als bindend respektiert werden. Dazu braucht es geeignete Beteiligungs- und Abstimmungsverfahren, die beispielsweise von der Hessen Agentur zwar dafür vorgesehen, aber viel zu zaghaft eingesetzt werden. Wir legen besonderen Wert auf einen vernünftigen Ausgleich von Ökonomie und Naturschutz. Wir sind davon überzeugt, dass diese verschiedenen Interessen miteinander vereinbar sind, und zwar weder auf Kosten des Naturschutzes noch zu Lasten der Wirtschaftskraft. Wir fordern für künftige Projekte, insbesondere den weiteren Ausbau der Windkraft, klare Regelungen durch einen Regionalplan. Die Energiewende kann nur ganzheitlich gedacht werden. Perspektivisch fördern wir die Speicherung von Energie z.B. durch das Power-to-Gas-Verfahren und wollen hier eine Vorreiterrolle einnehmen in der sinnvollen Verknüpfung der Energieerzeugung, Speicherung, Rückverstromung und dem Einbinden in den Mobilitätssektor durch Wasserstoff als alternativen Kraftstoff.

Wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten wollen zudem eine umweltschonende Flächenbewirtschaftung vorantreiben und Projekte unterstützen, die der regionalen Produktion hochwertiger und gesunder Nahrungsmittel dienen. Zu einem nachhaltigen Umweltschutz gehören auch intelligente Konzepte der Müllvermeidung und -trennung. Seit Jahren sinkt die Müllmenge im Main-Kinzig-Kreis. Unter anderem hat sich die getrennte Einsammlung und Verwertung von Bioabfällen seit Jahren bewährt. Der im Main-Kinzig-Kreis eingesammelte Bio- und Grünabfall wird in drei Kompostierungsanlagen verarbeitet.

Mittelfristig möchten wir unsere „Ressource“ Biomüll zur grünen Strom-, und Gasversorgung unserer Bevölkerung nutzen. Nahrungsmittel müssen zum Zwecke der Ernährung angebaut werden und nicht zur Energieerzeugung. Wir stellen uns gegen eine „Vermaisung“ unserer Landschaft.

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Unsere Ressourcen zu schonen und Recycling-Kreisläufe zu stärken sind wichtige Dinge, die schon ab dem frühen Alter gelernt und verinnerlicht werden sollen. Das beginnt für uns in der frühkindlichen Bildung über pädagogische Zentren, in der Fortbildung von Erzieherinnen und Erziehern und in der Zusammenarbeit mit den Bildungspartnern. Kinder und Jugendliche sollen für den Umweltschutz sensibilisiert werden.